Mission Frieden Teil 2

Der Funke springt über.

( hier ein Link zum 1. Teil der  Mission Frieden )

Unerwartet kann ich euch schon von meinem zweiten Besuch des Friedensweges erzählen. Dieses Mal bin ich mit dem Großteil meiner Familie gegangen. 6 Erwachsene, 5 Kinder. Anstoß war mein Beitrag über die erste Wanderung 🙂

Der erste Funke ist geflogen…

Zum Beginn und willkommen heißen habe ich eine Saftverkostung vorbereitet. Alle Sirupe (oder Sirups), die ich in letzter Zeit produziert habe….kleine Gläser….und je ein “ maulvoll“ (Dialektausdruck meiner Heimat ;)) von jedem Saft für alle.

20180524_154938Erdbeere Holunder, Waldmeister, Holunder Orange, Wacholder, Hof Holunder Zitrone, Holunder kalt angesetzt und für uns Erwachsene einen Latschenkiefer Likör….den kaufte ich von einem alten Mann am Flohmarkt. Er stellt seit Jahren Löwenzahn- und Triebspitzenhonig her. Der Latschenkieferlikör sei ganz was besonderes. Ich wollte seine Arbeit wertschätzen und kaufte ein Fläschchen….und er ist wirklich lecker!

Das macht Spaß! Ich bin immer wieder über die vielfältigen Geschmäcker fasziniert. Und wie unterschiedlich wir Menschen alle sind. Jedem schmeckte was anderes besonders gut und alle sind unterschiedlich probierfreudig 😉

Dazu servierte ich Brennesselchips – die kamen allerdings nicht so gut an, da sie sehr ölig waren. Ich habe den Tipp bekommen, sie statt in Öl zu braten, in den Ofen zu legen, mit Öl zu bespritzen und vor dem Essen salzen….das werde ich probieren!

Gut getrunken starteten wir den Weg…und ruck zuck waren wir schon am See…schlauer vom letzten Mal, trafen wir uns um 10 Uhr. So hatten wir genügend Zeit am See für ein Picknick und zum Verweilen.

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Ich hatte schon vor 2-3 Wochen meine Brüder auf die Maipfeifen, die wir in der Kindheit schnitzten, angesprochen, da ich nicht mehr wusste wie man sie macht. Nun wollte ich wissen, wie es ausschaut…ob sie eine gemacht haben oder noch besser….jetzt mit mir gemeinsam eine machen.

Die Antwort war enttäuschend. Sie waren nicht motiviert. Das ist zu spät. Das geht nur im Frühjahr. Das geht nicht. Da bräuchten wir eine Hasel.

Ich warf ein, dass ich gelesen habe, dass auch Esche geht.

Und…es war direkt vor unseren Augen eine 🙂

Immer noch nichts.

Hm. Ich machte meiner Enttäuschung Luft…wo ist der Kindsgeist meiner Brüder! Das gibt’s doch nicht!

Und hey hey….sie gaben sich einen Ruck! DANKE dafür 🙂

Der Pfeifenbau nimmt seinen Lauf.

Wir waren alle nicht mehr sicher, wie es geht und probierten herum…ein möglichst gerades Stück Ast ohne Verzweigung, ca 1 cm dick, ein Pfeifloch, einmal rundherum einschneiden….dann klopfen….mit dem Messerrücken auf den Ast. Dadurch löst sich die Rinde und wird beweglich vom Holz. Das schafft den Hohlraum für die Luft und die Klanghöhe….und plötzlich ertönte nicht weit von uns….eine MAIPFEIFE!

Ein Mann hat wohl mitbekommen, was wir vorhaben und sich inspiriert gefühlt seinem  kleinen Sohn eine zu bauen. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und verfeinerten mit seinem Wissen unsere Technik. Es reicht auch ein dünnerer Ast und VOR dem Pfeifenloch – schneiden, Klopfen! Das erleichtert die Arbeit ungemein. Die Kinder kamen unterdes ins Gespräch und spielten miteinander, wir durften ihre Hängematte testen,…

So erklang neben der Pfeife des Mannes bald unsere. Und ein weiteres interessiertes Mädchen bekam eine von dem Mann geschnitzt.

Und noch eine Überraschung….am anderen Ende des Sees erklang noch eine Pfeife!

Der Funke springt über. Und über. Und über.

Was für eine schöne Geschichte! Jetzt während dem Schreiben wird mir bewußt….Die FRIEDENSPFEIFE 🙂 ….der besonderen Art.

Auch wenn das, dann auf die Dauer doch etwas schrille Pfeifenkonzert, manch andere Gäste vielleicht gestört hat 😉

Der Nachmittag verflog im Nu, die Kinder bastelten uns Blumen gefüllte Blätter zum Verspeisen. Meine Schwägerin hat mit den Kindern aus Gras wundervollen Haarschmuck und Ketten geflochten, wir waren schwimmen….und schon machten wir uns auf zum Glockenschlag.

Pünktlich um 17 Uhr lauschten wir den satten Klängen der riesen Glocke. Diese freistehende Glocke ist einfach sehr beeindruckend.

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So danke ich für diese wundervolle Wanderung. Wie lehrreich so ein Tag, ein Weg, ein Ausflug sein kann.

Vielen lieben Dank an meine Familie… ich bin so froh und glücklich euch zu haben!


Ich habe das letze Mal die Frage gestellt, welche Qualitäten es braucht für Frieden.

Meine Erkenntnis dazu…..

TEILEN

ist eine wichtige Qualität.

Seht was alles durch mein Teilen mit euch entsteht! …und ich darf verraten, ich bin immer wieder unsicher, ob ich mich mitteilen soll….doch der Mut, den es von mir gefordert hat, hier zu schreiben…der hat sich schon sooo gelohnt!

Also nur MUT….zum Teilen…und MITteilen. Teilen stiftet aus meiner Sicht Frieden.

Sowie MUT und manchmal hartnäckig und beharrlich sein 😉

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Mission Frieden Teil 2

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