Mission Frieden: Teil 4 – Mai Frieden

Liegt dir „Frieden“ am Herzen?

Fragst du dich manchmal was du tun kannst für „den“ oder „deinen“ oder „unseren“ Frieden?

Ich möchte heute 3 Veranstaltungen zum Thema Frieden mit euch teilen…Inspiration für unser TUN 🙂

Friedensbaum Pflanzung – 8. Mai

Seminarzemtrum Lamplstätt (Soyen/ Bayern)

Matthias „Lightfire“ Walter hatte bei einem indianischen Sonnentanzritual die Vision erhalten, weltweit Friendsbäume zu pflanzen. Daraufhin gründete er mit seiner Frau die „Friedensbaumstiftung“ und besucht verschiedenen Ort um bewusst Pflanzungsrituale abzuhalten.

Die Friendsbäume sind eine Ehrung und Erinnerung an Mutter Erde. Sie symbolisieren Dankbarkeit für die Möglichkeit auf diesem Planeten zu leben und menschliche Erfahrungen zu machen.

Matthias wird im Seminarzentrum Lamplstätt ein Friedensbaumritual  abhalten. Du bist herzlich eingeladen frei mit dabei zu sein!

Text von/ weitere Infos: Equiano Intensio – Zentrum für ganzheitliche Selbsterkenntis


 

Symposium „Rebell*innen des Friedens 15. – 19. Mai 2019

Sacred Activism & Politische Aktion“ in der ökologischen ‚Gemeinschaft Sulzbrunn‘

Die Gemeinschaft Sulzbrunn bei Kempten im Allgäu bringt Aktivist*innen aus aller Welt zu einem einmaligen Netzwerktreffen und Kongress zusammen. Weltweit bekannte Pionier*innen der Verbindung zwischen Spiritualität und politischer Aktion, Philosoph*innen eines neuen zukunftsfähigen Weltbildes, junge Klima-, Umwelt und Sozial-Aktivist*innen, Aktionskünstler*innen, interessierte NGO’s und Gäste treffen sich, um neue Aktionsformen eines ‚heiligen Widerstands‘ gegen die Zerstörung des Lebens zu entwickeln, Aktivist*innen zu bestärken, Proteste nachhaltiger zu machen und neue Projekte zu initiieren.

Das erste ‚Sulzbrunner Symposium‘ will sich dieser neuen internationalen Protestform widmen, die zwei wesentliche humanistische Ansätze in eine Symbiose bringt: Die Suche nach ethischen und spirituellen Werten, die unser Handeln bestimmen sollen und der aktive Widerstand gegen die Zerstörungen, welche die industrielle Wachstumsgesellschaft dem Organismus Erde zufügt. Dazu gehört auch die Synthese von Ansätzen innerer Potential- und Bewusstseinsentwicklung mit der kritisch-politischen Analyse gegenwärtiger politischer Entwicklungen. Ziel des Symposiums ist es, die Ansätze inneren Wachstums und politischer Aktion so miteinander zu verbinden, dass das Engagement für eine zukunftsfähige Welt gestärkt wird. Wir bringen die Pionier*innen des  ‚Sacred Avtivim‘ zusammen mit der ‚young generation‘: Die Zeit ist reif, das die Pionier*innen einer ‚anderen Zukunft‘ die Fackel an die jungen ‚Rebell*innen des Friedens‘ übergeben.

Text von/ weitere Infos:  Gemeinschaft Sulzbrunn – Rebellen des Friedens


Friedenstifter 1 und 2

24.5. – 28.5.19 und 29.5. – 2.6.19

Natur- und Wildnisschule der Alpen

Wie kann sich eine Gemeinschaften ausrichten, um in Frieden miteinander zu leben? Wie finde ich Frieden in mir?

Diese Tage werden voll sein mit inspirierenden Geschichten zum„Friedenstiften“. Es wird ein Netzwerk des Friedens geknüpft, das auf den gemeinsamen und dauerhaft tragfähigen Prinzipien der Verbindungen mit der Natur und mit anderen Menschen beruht. Wir lernen Werkzeuge und Möglichkeiten kennen, um diese Prinzipien des Friedens in unsere Gemeinschaften zu integrieren.

Als Basis dient altes Wissen, das aus nativen Kulturen Nordamerikas (Haudenossaunee Friedenstifterkultur) und Hawaiis entspringt und von Jon Young in unseren modernen Kontext und nach Europa gebracht wurde. Wir möchten den Sprung vom „Wissen“ ins „Tun“ schaffen und schauen, wie diese Dinge in „unsere“ europäische Kultur passen und sich mit ihr verweben lassen.

Tex/ weitere Infos: Natur- und WIldnisschule der Alpen

Frühlingserwachen

Nach dem Winterschlaf beginnen die Pflanzen (und ich) wieder zu erwachen…

In der Erde geht es rund….

Sind dir schon die Knospen aufgefallen, die ganz kurz vor der Explosion stehen?

Hast du schon erste Frühlingsblumen erblickt? Ja? Wo genau? Hast du dir notiert an welchem Tag es war?

Die jungen Triebe schmecken sensationell….

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Erkennst du meine Pflanzenfreundin?

Und wie sieht es mit den Bäumen und Sträuchern aus?

Welche erkennst du auch jetzt ohne Blätter? 

Momentan ist eine gute Zeit beim Spazieren auf den üblichen Wegen genauer hinzuschauen.

Wie weit sind die Knospen? Wie verändern sie sich bis zum nächsten Spaziergang?

Kennst du das – innerhalb von wenigen Tagen ist es auf einmal überall grün.

Ich bin immer fasziniert wie schnell das geht….

Ja und vielleicht kannst du dann, dir „noch“ unbekannte Sträucher und Bäume mit den frischen Blättern identifizieren.

Ich habe dir ein paar Bilder von meinem Regenspaziergang mitgebracht….

Lust zu raten?

 

Ich wünsche dir viel Freude mit dem Erwachen der Pflanzenwelt….und spanne den Bogen zu dir….

Welche Samen hast du in dir gesät….was will jetzt wachsen ….was braucht dein zartes Pflänzchen, damit es gut überlebt?

Ps.: Von 20.3. – 23.3. feiern wir den Frühlingsbeginn….wir sind bei der Tages- und Nachtgleiche angekommen….ab jetzt wird der Tag länger als die Nacht.

Rugedigu Rugedigu…errätst du wer ich bin im NU?

Wer bin ich?

Ich bin eine Pionierpflanze und gehöre zu den Birkengewächsen. Gleich nach der Eiszeit breitete ich mich in ganz Europa aus. Ich mag lichte, bis halbschattige Plätze, Wälder und Wegränder.

Im ersten Jahr sprieße ich empor und verzweige mich erst im zweiten Jahr. Meine Äste sind sehr biegsam und meist sehr gerade. Aus mir werden Bögen gebaut, Körbe geflochten, Ruten hergestellt zum Wasseradern zu suchen und als Spazier- und Wanderstock begleite ich die Menschen gerne auf ihren Wegen.

Meist begegne ich dir als Strauch, in selten Fällen als Baum. Was du vielleicht nicht weißt….ich habe so ziemlich die stärksten Wurzeln aller heimischen Sträucher….und meine Wurzeln gehen wie alle anderen gerne Symbiosen mit Pilzen ein….und mich mögen die Trüffelpilze gern!…darum mögen mich Schweine bestimmt auch sehr gerne 😉

…und nicht nur diese Säuger schätzen mich….ich bin Heimat und Nahrung für so manches Tier…Vögel lieben es in mir zu nisten…und immer wieder legen sich auch Rehe unter meinem Schutz zur Ruh….Doch am begehrtesten an mir…sind meine Früchte…meine Nüsse…

Im Spätherbst bilde ich „Kätzchen“, das sind die männlichen Blütenanteile. Die Weiblichen bleiben über Winter lieber noch in Knospen ähnlicher Form geschützt am Ast, nur der rote Stempel verrät sie. Schon im Feber beginnt dann die Bestäubung….und auch wenn mich Insekten und Bienen besuchen und sich an mir erfreuen….haben sie mit meiner Bestäubung nichts am Hut. Der gelbe Blütenstaub wird durch den Wind verteilt….das dauert bis April…noch bevor die Blätter wachsen. Diese sind auf beiden Seiten grün, oben leicht weiß behaart, unten sieht man die Blattadern besonders gut…Die Blätter schmecken den Menschen….sie machen Gemüse aus mir, Backen Brot oder mischen mich ins Kräutersalz….und sie rauchen mich sogar!….sie streckten früher ihren Tabak mit mir….was ich alles kann!?! ….die kreativen unter ihnen machen sogar ein Pesto aus mir….als Tee getrunken helfe ich bei Fieber und Durchfall, Reinige den Organismus und gebe Kraft….auch für die Haut kann ich Gutes tun….

Doch zurück zu den Nüssen….nach der Bestäubung und einem schönen Sommer….sind meine Nüsse reif….ab September geht es los…..alle wollen von mir naschen….das Eichhörnchen, der Siebenschläfer, Mäuse, Spechte, Elstern, Häher, Kleiber, Meisen,…..da muss man schnell sein….meine Nüsse sind einfach sehr nahrhaft und gesund….mit einem Anteil von 60 % Fett und 20 % Proteinen ….auch für Menschen…

Na, hast du schon ein Bild, ein  Geschmack, eine Erinnerung an mich/ von mir? weißt du schon wer ich bin?

Aschenputtel bekommt einen Zweig von mir von ihrem Vater geschenkt. Sie pflanzt ihn auf dem Grab ihrer Mutter…dort kommt sie oft hin und betet….auch als sie zum Ball möchte…und ein weißer Vogel wirft ein wunderschönes Kleid über sie….ihr wisst wie es weiter geht…..Rugedigu rugedigu…..

So bin ich eine Pflanze, die mit den Ahnen verbunden ist….wie das Märchen schön erzählt….doch nicht nur mit den Ahnen…“Unter Haselstauden kann man sich leicht mit freundlichen Naturwesen verbinden“ heißt es….zudem bin ich ein Symbol für Fruchtbarkeit….und eine alte Bauernweißheit spricht “ Viele Haselnüsse, viele Kinder“ oder „Wenn die Hasel reichlich blüht, wird es wenig Jungfrauen geben“. „In die Haseln gehen“ ist ein Ausdruck für verbotene Liebe.

Tja, jetzt habe ich mich auch schon verraten….im Sprichwort….

Ich grüße dich herzlich, ich bin die HASEL…..

und freue mich, dich zu treffen 🙂

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Mehr zu den Märchen und Volksweisheiten erzählt Wolf- Dieter Storl in seinem Buch „Die alte Göttin und ihre Pflanzen“ – sehr empfehlenswert!

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Danke

Liebe Alle, die meinen Blog besuchen…ich möchte mich bei euch bedanken!

Jetzt am Jahresende schaue ich zurück…erinnere mich an die Schönheiten, an die Erlebnisse, an die Herausforderungen in diesem Jahr….

Der Blog….die Pflanzenfrau…ist eines meiner persönlichen Highlights 🙂

Neben den vielen tollen Pflanzenkontakten und Entdeckungen, ist die Freude sie zu teilen, etwas wunderschönes….dieser Blog ermöglicht mir das….und darum möchte ich von Herzen danke sagen, dass ihr meine Zeilen lest und der eine oder andere Impuls in euch gezündet wird…Danke an die Technik, die uns diese Form der Verbindung ermöglicht. Danke an jede einzelne Pflanze, an jede Pflanzenfamilie, jedes Rezept, all die Bücher und Menschen, die mich über Pflanzen lehren, all die Geschichten, an die Wurzeln, die Blätter und Blüten, an den natürlichen Rhythmus….

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Am 21. Dezember wurde das Licht neu geboren….wir sind bei der Wintersonnwende angekommen…jetzt hält die Erde für eine kurze Zeit den Atem an….bevor sie wieder beginnt auszuatmen….die besondere Zeit jetzt bis zum 6. Januar, sind als Rauhnächte bekannt…Zeit inne zu halten…zu rasten und regenerieren…Kraft zu sammeln für das neue Jahr…sich neu auszurichten für das Kommende …

Es gibt viele Bräuche in dieser Zeit und es ist sehr bereichernd sich der Magie dieser Zeit zu zuwenden…

Eine Idee für Silvester….Hast du Lust auf eine Pflanzenfreundschaft?

Halte einen Moment inne….frage zB “ Welche Pflanze möchte mich 2019 begleiten…eine Freundschaft und Verbundenheit mit mir eingehen? “ Oder auch welcher Baum…

Du kannst dir Zettelchen schreiben und eine ziehen….oder ein Pflanzenbuch blind aufschlagen….

Die Pflanze die du auswählst, hat bestimmt etwas für dich bereit….nimm sie 2019 mit in dein Leben….du könntest…ein Bild aufhängen….eines malen….Tee trinken…sie beobachten…in Büchern nach Geschichten stöbern….ihre verschiedenen Namen erkunden…sie verschenken…sie riechen…sie am Balkon pflanzen….ihr etwas erzählen…sie um Rat fragen…ein neues Rezept mit ihr probieren…ihre Samen sammeln…

Wenn du möchtest, kannst du mir auch eine Nachricht schicken…dann würde ich für dich eine Pflanze aussuchen 🙂

Einen guten Rusch ins neue Jahr,

mit viel neuen Pflanzenerlebnissen, guter Verwurzelung, duftenden Blüten, reichlich Samen, kräftigem Wachstum, leckeren Früchten und viel Zeit zum Sein….

…..wünscht euch die Pflanzenfrau

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Die Eibe – taxus baccata – ein außergewöhnlicher Baum

Es gibt nur einen giftigen Nadelbaum in Europa…wie heißt er?

Welcher Nadelbaum hat keine Zapfen, sondern rote Beeren?

Welcher Nadelbaum kann im Schatten und in der Feuchtigkeit leben und braucht sogar solche Bedingungen?

DIE EIBE

taxus baccata

Ein ganz außergewöhnlicher, aus der Regel fallender Baum…die Eibe verhält sich in ihrem Wesen ganz anders als ihre Kolleginnen, die Fichte, Tanne oder Kiefer.

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Erstens und ganz wichtig zu wissen – sie ist SEHR GIFTIG ! Alle Teile der Eibe!

Ausser der rote Fruchtmantel. Achtung – der Kern IST giftig! Also Vorsicht beim probieren. Trotz, oder vielleicht besonders wegen der Gefahr, ist es ein Erlebnis die Beeren zu kosten. Sie schmecken angenehm süß und fruchtig und haben eine schleimige Konsistenz….ein Genuß! (für mich). Nur die weiblichen Bäume tragen diese Scheinfrüchte – es sind eigentlich Samen mit einem Fruchtmantel. Eine weitere Besonderheit unter Bäumen…die Eibe ist zweihäusig – bedeutet –  jedes Exemplar trägt nur männliche oder nur weibliche Blüten – und nur die weiblichen Blüten bilden Früchte…den Samenmantel nennt man Arillus…die Beeren sind im Herbst reif.

….meinen Versuch Marmelade zu kochen, habe ich aufgegeben, da sich das Kerne Entfernen im frischen Zustand als sehr schwierig gestaltet. Ich habe zu großen Respekt vor den giftigen Kernen….in etwas getrocknetem Zustand lassen sich die Kerne aber  leicht entfernen. Mhm, lecker…und lange haltbar…

so schön und magisch….diese roten Beeren

Um deutlich zu machen wie stark das enthaltene Taxin wirkt…die Einnahme weniger Nadeln, führen zu Erbrechen, Bewußtseinsstörungen, Schädigung des Herzens bis hin zur Atemlähmung und TOD! Auch für domestizierte Tiere ist die Eibe giftig. Pferde, Ziegen, Hunde, Rinder…sie alle sterben beim Verzehr, nicht so Wildtiere! Reh und Rotwild lieben die jungen Triebe….das ist auch ein Mitgrund, warum die Eibe nur mehr selten ist. Ihr fehlt durch Kahlschläge der notwendige Schatten und der große Wildbestand macht es jungen Pflanzen schwer groß zu werden. Die Bestände wurden einfach übernutzt….

Doch bei aller Giftigkeit hat die Eibe einen besonderen Zauber….und einiges zu bieten!

Das Holz hat ganz besondere Eigenschaften….es ist hart und viel schwerer als andere Nadelhölzer….es ist robust und sehr resistent gegen Pilze, verträgt Feuchtigkeit gut und fault nicht…somit sehr witterungsfest und beständig….zudem elastisch!….und….die Eibe ist harzfrei.

So wurde das Holz der Eibe schon in alten Zeiten zur Herstellung von Bögen verwendet – vielleicht daher der Name…denn „taxon“ bedeutet Bogen. Die ältesten Eibenspeerfunde sind auf 150 000 v. Chr. datiert! Ausserdem wurde das Holz bei Pfahlbauten und zur Sargherstellung verwendet. Heute wird es bei Drechselarbeiten genutzt.

Nun zur Erscheinung – die Eibe wächst sehr langsam und hat einen ganz typischen Stamm…die Rinde ist rot braun und schuppig (ausser junge Bäume), meist gedreht und setzt sich aus mehreren zusammen. Die Eibe reagiert bei Verwundungen mit zahlreichen stammbürtigen Trieben, die dann gerne verwachsen mit dem Hauptstamm. So entstehen manchmal ganz einzigartige Baumgestalten.

Die Eibe kann unglaublich alt werden….bis zu 2000 und 3000 Jahre! und zeichnet sich mit ihrer Regenerationskraft aus.

Die Taxus baccata ist immergrün, hat dunkelgrüne glänzende Nadeln…sie sind zugespitzt, flach und weich (Verwechslungsgefahr: Tanne). Der ganze Baum hat eine kegelförmige Gestalt mit einer unregelmäßigen Krone oder auch wie ein ausladender Strauch.

In vielen europäischen Kulturen wurde die Eibe verehrt und als heilig gesehen. Oft wird sie als Totenbaum bezeichnet und häufig auf Friedhöfen gepflanzt. Sie ist ein „Schwellenbaum“, der uns in die Unterwelt führt und trägt den Geist von Leben und Tod, Transformation und Loslassen in sich. Der Baumgeist wird beschrieben als weiblich, warm und von freundlicher Natur. Aus den Zweigen wurden auch Schutzamulette gemacht, denn die Eibe wehre allen Zauber ab.

Der Baum hat auf jeden Fall etwas mystisches an sich.

Ich träume schon lange davon, einen der wenig übrig gebliebenen Eibenwälder zu besuchen. Er ist nicht weit von mir entfernt, in Bayern….der Paterzeller Eibenwald….vielleicht kann ich schon bald ein paar Bilder mit euch teilen.

 

Gruß aus der Küche – Wurzelzeit

Kann man jetzt noch Pflanzen ernten?

JA!

Jetzt ist Wurzelzeit!

Im Herbst geht die Kraft und das Leben in die Wurzeln – ein idealer Zeitpunkt in der Erde zu graben….das macht nicht nur Freude…es macht auch richtige Schätze frei…

Der Löwenzahn….zu Unrecht so oft als Unkraut verdammt….liefert mit seiner Pfahlwurzel super Material um in der Küche zu werkeln….

Nach einem  Rezept aus „Das geheime Wissen der Waldfrau“ habe ich mein erstes Wurzelgemüse für den Winter eingekocht.

Zwei Fliegen mit einem Streich – „Unkraut“ jäten im Gemeinschaftsgarten – viele Löwenzahnwurzeln ernten :))

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Um sie zu reinigen, hat sich bei mir der Metalschwamm bewehrt….das geht ruck zuck – es reibt auch gleich die erste Schicht ab….wunderbar – quasi Schälen inklusive …

Die Wurzeln klein schneiden und in einer Brühe 10 min kochen….

In sterile Gläser abfüllen….voila…Winterwurzelgemüse!

Ich hatte zu wenig Brühe…daher habe ich die Wurzeln in Gläsern dann mit Olivenöl übergossen….sie schmecken jetzt wie Antipasti.

 

 

Die Wurzeln können übrigens auch roh gegessen werden….

und…man kann Kaffee aus ihnen machen…dazu trocknet man die Wurzeln, röstet sie in der Pfanne oder im Backrohr und mahlt sie….hab ich noch nicht probiert…aber ich staune….dieser Löwenzahn….alle Achtung! Startet im Frühling und beschenkt uns so reich….das ganze Jahr…

Hier geht´s zum Pflanzenportrait  Portrait Löwenzahn

Apropos Kaffee….auch aus Eicheln kann Kaffee gekocht werden!

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Und Mehl hergestellt werden!….das Sammeln ist noch nicht zu Ende….

Vielleicht gibs heuer Weihnachtskekse der besonderen Art?

Vielleicht mit einer Spezialkaffeeverkostung?

 

 

 

Rückzug und Verbindung

Spürst du, wie die Erde atmet?

Seit der Sommersonwende ist die Erde dabei einzuatmen. Sie holt all das Leben in sich…zieht die Kräfte in sich zurück….und besonders seit der Tages- und Nachtgleiche Ende September, wird es deutlicher, dass die Tage kürzer werden….der Dunkle Anteil ist nun länger als der Lichte….und es wird noch dunkler werden.

Macht dir/ uns das Angst?

Oft wird die Dunkelheit als negativ gesehen, alle streben nach Licht. Doch im Dunklen liegt eine besondere Kraft…so auch in dieser Jahreszeit…

Was bringt uns die Dunkelheit, diese Jahreszeit für Qualitäten? Was lehrt sie uns?

Was machen die Pflanzen?

Sie ziehen sich zurück. Ein Großteil stirbt ab. Die Kraft geht in die Wurzeln. Die Samen sind gesät. Sie schlafen. Die Bäume lassen die Blätter los.

Kannst du diesen  Qualitäten in deinem Leben Raum geben?

Was lässt du los? Wie die Bäume die Blätter?

Was möchte in dir sterben?

Was möchtest du verabschieden?

Spürst du deine Wurzeln? Wer, wo, was sind sie? Wie kannst du sie stärken?

Ziehst du dich zurück?

Ruhst du dich aus?

Schau nach Innen. Reinige dich von alten Lasten, alten Lastern….

Wie die Natur, brauchen auch wir den Rückzug, das Sterben, das Besinnen…um Neues zu kreieren, Neues zu gebären….

….und nicht nur im Innen….auch im Aussen ist jetzt eine gute Zeit, mit den Ahnen und Verstorbenen in Kontakt zu gehen…sie zu ehren, an sie zu denken, mit ihnen in Versöhnung zu gehen….Dankbar zu sein…sich mit ihnen zu verbinden und um ihre Hilfe oder ihren Segen zu bitten.

Im keltischen Kalender beginnt das neue Jahr….Samhein, auch bekannt als Aller Heiligen oder Halloween…von 30.Oktober auf 1.November…oder auch der November Neumond.

Das Ahnenfest, das Fest der Verstorbenen…

Wie schon zur Sonnwende, möchte ich dich einladen, dieses Fest, diesen Zeitpunkt zu feiern, zu zelebrieren….so kommst du in Verbindung….mit den Zyklen, mit der Natur, mit dir, mit deinen Ahnen, mit Pflanzen….

Es gibt Pflanzen, die eng mit unseren Ahnen verbunden sind…z.B. der Wacholder oder die Eibe.

Ein Ritual ist eine bewußte Handlung….fühle dich frei und erschaffe dein persönliches Ritual….hier ein paar Ideen…schreibe auf, was du loslassen möchtest und übergib es dann dem Feuer oder der Erde….singe ein Lied für deine Ahnen…erzähl eine Anekdote von einem Verstorbenen…mach einen Spaziergang…eine Meditation…zünde eine Kerze an…räuchere…schau dir ein altes Fotoalbum an…sprich eine Danksagung….besuche eine alte Tante…lass dir von jemandem erzählen, der deine Ahnen kennt…schaffe Raum zum Nichts Tun…verzeihe jemandem….genieße die Dunkelheit

Ein Leben in Verbundenheit macht uns glücklich.